Amtsblatt der Gemeinde Ammerbuch
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Redaktion Amtsblatt der Gemeinde Ammerbuch
Herausgeber vom "Amtsblatt der Gemeinde Ammerbuch" ist die Gemeindeverwaltung Ammerbuch.
Verantwortlich für den amtlichen Teil einschließlich der Sitzungsberichte und anderen Veröffentlichungen der Gemeindeverwaltung sowie alle sonstigen Verlautbarungen und Mitteilungen:
Bürgermeisterin Christel Halm oder ihr Vertreter im Amt.
Bei Fragen zum amtlichen Teil des Amtsblatts:
Telefonnummer: 07073 9171-7103 oder E-Mail an aktuell(@)ammerbuch.de
Sachbearbeiterin für das Amtsblatt ist Andrea Falkenberg.
Texte für das Amtsblatt im redaktionellen Teil
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Streuobstwiesen – Artenvielfalt fördern - Tipps für die Bewirtschaftung
icon.crdate23.04.2026
Der Frühling schreitet munter voran und die Wiesen wachsen wieder zu ihrer vollen Pracht heran. In den Streuobstwiesen der Region erwacht damit
Der Frühling schreitet munter voran und die Wiesen wachsen wieder zu ihrer vollen Pracht heran. In den Streuobstwiesen der Region erwacht damit wieder das vielfältige Leben dieser besonders artenreichen Biotope. Streuobstwiesen sind für ihren Erhalt in besonderem Maße auf ihre Bewirtschaftung angewiesen. Nicht nur die Bäume wollen gepflegt und beerntet werden. Auch die Grünfläche muss gepflegt werden.
Hierbei kann man für die Natur etwas Gutes tun, wenn man ein paar Dinge beachtet. Der erste Mahdgang sollte erst ab ca. Mitte Juni erfolgen (zur Blüte der Bestandsbildenden Gräser) und insgesamt sollte höchstens zweimal pro Jahr gemäht werden. Wird zu früh und zu häufig gemäht, können viele Wiesenpflanzen nicht zur Blüte und Samenreife gelangen und Entwicklungszyklen von Insekten werden unterbrochen. Deshalb sollte auch zwischen den beiden Mahdgängen eine Pause von ca. 6-8 Wochen eingehalten werden. Diese extensive Mahd bringt schon sehr viel für die Artenvielfalt.
Am insektenschonendsten ist zudem die Mahd per Sense, aber auch der Balkenmäher ist deutlich besser für die Tierwelt als ein Schlegelmäher. Die Mähbalken sollten auf 10 cm Höhe eingestellt werden, damit die an Pflanzen sitzenden Insekten beim Mähen möglichst geschont werden. Für diese ist es zudem hilfreich, wenn nicht die ganze Fläche auf einmal gemäht wird, damit sie noch eine Ausweichmöglichkeit haben. Gut ist es daher bei jedem Mahdgang ca. 10 % der Fläche stehenzulassen und diesen Teil dann erst bei der nächsten Mahd zu mähen. Insbesondere über den Winter hilft solche überständige Vegetation den Insekten als Überwinterungsquartier und Vögeln als Winternahrung. Das Mahdgut sollte möglichst abgetragen und anderweitig verwertet werden, damit die Nährstoffe nicht auf der Fläche verbleiben. Weniger Nährstoffe führen bei Wiesen in der Regel zu einer höheren Artenvielfalt.
Für einige ist diese Art der Bewirtschaftung leider nicht so einfach.
Manchen mangelt es an Gerätschaften, andere wissen nicht, was sie mit dem Grünschnitt anfangen sollen. Auf der Homepage der Gemeinde gibt es, durch die Initiative des BUND Ammerbuch, die Rubrik mit hilfreichen Kontakten bzgl. Geräteverleih, Mostereien und Dienstleistungen wie z. B. Baumpflege, Wiesenpflege und Beweidung. Diese finden Sie unter: www.ammerbuch.de/bauen-umwelt/natur-umwelt/streuobstwiesen.
Zudem gibt es das Projekt "A gmäht's Wiesle" von dem Verein VIELFALT e. V. In diesem Projekt werden Kontakte zwischen Bewirtschaftern und Flächeneigentümern hergestellt, damit die Pflege und Nutzung des Grünlands sichergestellt werden kann.
Weitere hilfreiche Informationen finden Sie z. B. auch auf der Internetseite des Streuobstwiesenparadieses (www.streuobstparadies.de), dem Marktplatz von VIELFALT e.V. (www.vielfalt-kreis-tuebingen.de/Startseite/marktplatz.html) und der Streuobstwiesenbörse (www.streuobstwiesen-boerse.de).
Gemeindeverwaltung Ammerbuch - Bauamt




