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Arten- und Biotopschutz

Viele unserer Tier- und Pflanzenarten sowie ihre Lebensräume (= Biotope) sind inzwischen in ihrem Bestand bedroht und brauchen unseren Schutz. Einige Aspekte des Arten- und Biotopschutzes stellen wir Ihnen auf dieser Seite vor. Ausführliche allgemeine Informationen zu diesen Themen in Baden-Württemberg finden Sie auf den Seiten der Landesanstalt für Umwelt, Messungen und Naturschutz.

Offenland-Biotopkartierung 2018

Flyer Biotopkartierung

Der Schutz von Natur und Landschaft ist ein wichtiges Anliegen des Landes und der Europäischen Union. Die Richtlinie zur Erhaltung der natürlichen Lebensräume sowie der wildlebenden Tiere und Pflanzen (Fauna-Flora-Habitat-Richtlinie, kurz FFH-Richtlinie) ist eine zentrale Grundlage des Naturschutzes in Europa. Seit dem Erlass dieser Richtlinie im Jahr 1992 und deren Umsetzung in Bundes- und Landesrecht hat sich in Baden-Württemberg viel getan. Im Rahmen der Berichtspflicht zu den europäischen Naturschutzrichtlinien müssen Daten zum Vorkommen und zur Verbreitung der FFH-Lebensraumtypen wie z.B. FFH-Mähwiesen erhoben werden und alle sechs Jahre an die EU gemeldet werden. Da es sich bei einem Großteil der Lebensraumtypen zugleich um gesetzlich geschützte Biotope (Lebensräume) nach § 30 Bundesnaturschutzgesetz (BNatSchG) und § 33 Naturschutzgesetz (NatSchG) handelt, wird die Erhebung der geschützten Biotope und der Lebensraumtypen miteinander verknüpft.

Mit Hilfe der Kartierung sollen umfassende Kenntnisse über die Vorkommen der naturschutzfachlich bedeutsamen Biotope wie Wacholderheiden, Nasswiesen oder Feldhecken sowie ihre Ausstattung und Wertigkeit gewonnen werden. Die Offenland-Biotopkartierung liefert somit wichtige Grundlagen für den Naturschutz und stellt notwendige Informationen für die unterschiedlichsten Verfahren und Fachplanungen bereit (wie z.B. Eingriffsregelung, Landschaftsplanung, FFH-Managementpläne, Vertragsnaturschutz, Agrarumweltmaßnahmen). Die Daten der letzten Biotopkartierung stammen allerdings zum Großteil aus den 1990er Jahren.

Daher soll außerhalb der Siedlungsbereiche die Offenland-Biotopkartierung im Auftrag der LUBW Landesanstalt für Umwelt Baden-Württemberg diese Daten aktualisieren. Die Kartierung wird von fachlich qualifizierten Personen durchgeführt, die über langjährige Erfahrungen verfügen. Während der Geländearbeit werden sowohl alte Biotope überprüft und aktualisiert als auch neu entstandene Biotope sowie FFH-Lebensraumtypen (z.B. FFH-Mähwiesen) aufgenommen. Im Rahmen dieser Erhebungen ist es den Kartierern als Beauftragte der LUBW grundsätzlich erlaubt Grundstücke ohne vorherige Anmeldung zu betreten (§ 52 NatSchG). Die floristischen Erfassungen werden von Ende April bis voraussichtlich Ende Oktober 2018 durchgeführt.

Weitere Informationen zur Offenland-Biotopkartierung und zu Natura 2000 erhalten Sie auf den Internetseiten der LUBW.

Nach Abschluss der Erhebungen werden die Daten jeder Bürgerin und jedem Bürger über den Daten- und Kartendienst der LUBW kostenlos zur Verfügung gestellt.

Artenschutz am Haus - Platz für Vögel und Fledermäuse

www.artenschutz-am-haus.de
www.artenschutz-am-haus.de

Wer alte Gebäude energetisch saniert oder beim Neubau auf eine energiesparende Gebäudehülle achtet, leistet einen wertvollen Beitrag zur Energiewende. Allzu oft verlieren dabei aber tierische Untermieter wie Mehlschwalben, Mauersegler und Fledermäuse ihre Wohnstätten. Sie nutzen Nischen und Spalten als Brutplätze und Nachtquartiere, die bei Sanierungen verloren gehen. Fledermäuse und viele Vogelarten stehen bei uns unter strengem Schutz - jeder ist verpflichtet, ihre Quartiere zu erhalten. Der Artenschutz verhindert aber keinesfalls erfolgreiche Sanierungs- oder Renovierungsmaßnahmen. So gut wie immer können Menschen und Tiere problemlos unter einem Dach leben. Quartiere, die beim Umbau verloren gehen, können häufig durch künstliche Wohn- und Nisthilfen ersetzt werden. Ausführliche Informationen zu diesem Thema finden Sie auf der Internetseite www.artenschutz-am-haus.de. Die Seite ist Teil eines Projektes des Landkreises Tübingen, das zum Ziel hat, Informationen rund um den Artenschutz beim Bauen, Sanieren und Renovieren zur Verfügung zu stellen. Auch wer einfach so etwas für den Artenschutz an seinem Gebäude tun möchte, kann zusätzliche Quartiermöglichkeiten anbieten und findet dazu auf der genannten Seite konkrete Hinweise zu einzelnen Tierarten, ihren Ansprüchen und wo man eine Nisthilfe erwerben kann.

Der Biber ist zurück im Landkreis Tübingen – auch an der Ammer

Typische Nagespuren eines Bibers

Der Biber galt seit der Mitte des 19. Jahrhunderts bei uns als ausgestorben, seit einiger Zeit breitet er sich wieder zunehmend in unserer Natur aus und ist inzwischen auch in Ammerbuch angekommen. Die dämmerungs- und nachtaktiven Tiere bekommt man eher selten zu Gesicht, aber mancher konnte vielleicht schon seine Spuren entdecken. Nagespuren, Dämme oder auch Trittsiegel zeigen seine Anwesenheit am Gewässer ebenso deutlich an wie von ihm gefällte Bäume. Die Rinde von Zweigen und gefällten Bäumen dient dem Biber im Winter als Nahrung; solche „Biberbäume“  sollten daher unbedingt liegen gelassen werden und wenn sie nicht weiter stören, am besten unberührt bleiben. Wenn die Bäume bei der Bewirtschaftung und Pflege des Grundstücks im Weg sind, gibt es meistens eine Möglichkeit, sie an den Rand des Grundstücks bzw. an die Uferböschung zu legen.

Der Biber war ursprünglich bei uns überall verbreitet und fester Bestandteil unserer heimischen Natur. Nun erobert er zunehmend seine alten Lebensräume an unseren Gewässern zurück. Er genießt als streng geschützte Art besonderen rechtlichen Schutz. Unter diesen Schutz fallen auch seine Bauten, Dämme und Burgen.

Für die Natur ist die Rückkehr des Bibers ein großer Gewinn, in unserer intensiv genutzten Landschaft können seine Aktivitäten aber auch zu Konflikten führen. Das Land hat seit einigen Jahren ein Bibermanagement eingerichtet, das aus ehrenamtlichen Beratern im Landkreis und Biberbeauftragten der Regierungspräsidien besteht. In Zusammenarbeit mit der Unteren Naturschutzbehörde soll über den Biber und seine interessante Lebensweise informiert und bei Konflikten geholfen werden. Informationen zum Biber und zum Bibermanagement finden Sie im Internet auf der Seite des Regierungspräsidiums Tübingen.

Kontakt:

Beratung und Tipps erhalten Sie bei der Unteren Naturschutzbehörde des Landratsamtes Tübingen:
07071 207-4004
naturschutz(@)kreis-tuebingen.de
www.kreis-tuebingen.de

Bei der Gemeindeverwaltung:
Silvia Huber
Boden und Natur
Gemeinde Ammerbuch, Rathaus Entringen, Kirchstraße 6, 72119 Ammerbuch
07073 9171-7325
s.huber(@)ammerbuch.de