Sie verwendeten einen veralteten Browser. Bitte führen Sie für ein besseres Surf-Erlebnis ein Upgrade aus.
JavaScript scheint momentan in Ihren Browsereinstellungen deaktiviert zu sein.
Bitte nehmen Sie eine Änderung dieser Einstellung vor und laden Sie die Webseite neu, um deren volle Funktionalität zu ermöglichen.

Volltextsuche

Neubaugebiete

Entwicklung von Neubaugebieten im Ankauf- und Rückerwerbmodell

Gemäß dem Grundsatzbeschluss des Gemeinderats vom 19.10.2009 wird eine Baulandentwicklung nur noch dort erfolgen, wo die Gemeinde zuvor Eigentümerin aller Grundstücke geworden ist. Gleichzeitig soll es den bisherigen Eigentümern von Einwurfsflächen ermöglicht werden, Bauplätze von der Gemeinde mit einer Bauverpflichtung zurück zu erwerben.

Bei den bisherigen Bemühungen hat sich jedoch herausgestellt, dass es einen deutlichen Zeit- und Verwaltungsaufwand darstellt, bauleitplanerisch günstigere und daher von der Gemeindeverwaltung favorisierte Erweiterungsflächen gegen Vorbehalte oder gar Widerstand der Eigentümer umsetzen zu wollen.

Da sich alle im Flächennutzungsplan ausgewiesenen Erweiterungsflächen für Wohnbau grundsätzlich als Standort eines neuen Baugebietes eignen und rechtlich einer Planung zugänglich sind,  wird eine erfolgreiche Baulandentwicklung im Aufkaufmodell künftig vorrangig von der Bereitschaft der Eigentümer zur Mitwirkung abhängen.

Die Rahmenbedingungen zur Ausweisung von Neubaugebieten in Ammerbuch im Ankauf- und Rückerwerbsmodell können Sie hier herunterladen.

Rahmenbedingungen Ankauf- und Rückerwerbmodell (PDF-Datei, 35 KB)

Aktueller Stand

Dezember 2016: Die Gemeindeverwaltung ist aktuell dabei, die Bereitschaft der Eigentümer zur Mitwirkung beim Ankauf- und Rückerwerbmodell flächendeckend für sämtliche möglichen Wohnbauerweiterungsflächen in Ammerbuch abzufragen. Nach der Auswertung des Rücklaufs werden dem Gemeinderat Vorschläge zur konkreten Umsetzung von Neubaugebieten unterbreitet. Die Entscheidung hierüber kann voraussichtlich noch im ersten Quartal 2017 getroffen werden.

November 2016: Ausgangsbasis für die Kaufpreise, zu denen die Gemeinde die Erweiterungsflächen aufkauft, ist der Verkehrswert im jeweiligen Gebiet. Im Hinblick darauf, welcher Bodenrichtwert zum heutigen Zeitpunkt für die Flächen gelten würde, wenn sie bereits Baulandqualität hätten, hat der Gutachterausschuss  Baulandpreise für die Erweiterungsflächen festgelegt. Da die Erschließungskosten in den Gebieten erst mit der tatsächlichen Erschließung umgelegt und abgelöst werden, wurden die Verkehrswerte noch um einen Ansatz für Erschließungskosten bereinigt. Übersichtskarten mit den Verkehrswerten für Rohbauland können Sie hier herunterladen.

Übersichtskarten Rohbaulandpreise:

Altingen (PDF-Datei, 4 MB)

Breitenholz (PDF-Datei, 2 MB)

Entringen (PDF-Datei, 4 MB)

Pfäffingen (PDF-Datei, 2 MB)

Poltringen (PDF-Datei, 3 MB)

Reusten (PDF-Datei, 3 MB)

Oktober 2016: Zunächst fanden Infoveranstaltung für alle betroffenen Eigentümer zur Vorstellung des Ankauf- und Rückerwerbmodells statt. Die PowerPoint-Präsentation zu den Infoveranstaltungen können Sie hier herunterladen.

Präsentation Ankauf- und Rückerwerbmodell (PDF-Datei, 4 MB)

Fragen & Antworten zum Ankauf- und Rückerwerbmodell

Die flächendeckende Abfrage der Eigentümer zur Verkaufsbereitschaft hinsichtlich der Erweiterungsfläche läuft bis Ende Januar 2017. Von Seiten der betroffenen Eigentümer wurden und werden zahlreiche Fragen zum Thema gestellt. Die wichtigsten und häufigsten stellen wir hier fortlaufend für Sie zusammen und geben gerne Antwort.

Wenn auch Sie eine Frage zur Entwicklung von Neubaugebieten in Ammerbuch haben, stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung.

Wie kann ich mit den anderen betroffenen Eigentümern in meinem Gebiet in Kontakt treten?

Alle personenbezogenen Angaben zu den Eigentümern, die von der Gemeinde angeschrieben wurden, unterliegen dem Datenschutz. Sie dürfen daher von der Gemeinde nicht einfach an Dritte weitergegeben werden. Während die einen sich gerne mit den Miteigentümern im Gebiet beratschlagen würden, wünschen oder benötigen andere dies nicht.

Der Austausch zwischen den Grundstückseigentümern kann deshalb nicht von der Gemeinde initiiert werden, sondern nur auf freiwilliger Basis erfolgen. Auf Ihren Wunsch können wir einen entsprechenden Aufruf an dieser Stelle veröffentlichen – kommen Sie gerne auf uns zu!

Steht der Kaufpreis für den Rückerwerb eines Bauplatzes heute schon fest?

Nein, der Kaufpreis für den Rückerwerb eines Bauplatzes steht heute noch nicht fest.

Zentraler Ausgangspunkt für die gesamte Preisermittlung im Ankauf- und Rückerwerbsmodell  ist der Verkehrswert der überplanten und noch unerschlossenen Bauflächen. Dieser wurde zur Erstellung der Angebote für den jetzigen Zeitpunkt ermittelt und orientiert sich immer am aktuellen Preisniveau. Bis zur Fertigstellung eines Baugebietes können aber noch einige Jahre vergehen und der Verkehrswert kann sich in dieser Zeit auch noch verändern. Ob die Preise eher steigen oder fallen werden, lässt sich aus heutiger Sicht nicht sagen.

Wenn das Baugebiet fertiggestellt ist, werden die dortigen Bauplätze alle zum grundsätzlich gleichen Quadratmeterpreis verkauft – egal, ob die Käufer im Rahmen des Rückerwerbs oder nach den Vergaberichtlinien zum Zuge gekommen sind. Der Kaufpreis folgt also dem künftigen Verkehrswert und kann deshalb zum heutigen Zeitpunkt noch nicht verbindlich festgelegt sein.

Die Erfahrung zeigt aber, dass sich die Bauplatzpreise der Gemeinde immer in einer angemessenen Größenordnung bewegen. Die Gemeinde darf zwar Ihr Grundvermögen nicht unter Wert verkaufen, im direkten Vergleich fallen die Kaufpreise bei privaten Bauplatzverkäufen aber in den meisten Fällen deutlich höher aus. Es muss deshalb nicht befürchtet werden, dass die Bauplatzpreise der Gemeinde unangemessen hoch sein werden. Alle Erwerber – egal, ob im Rückerwerb oder nach den Vergaberichtlinien – kaufen die gemeindeeigenen Bauplätze zu einem realistischen und verbindlichen Kaufpreis, ohne einen Preiskampf durch zahlungskräftigere Mitbewerber befürchten zu müssen.

Der Vorteil als Rückerwerber gegenüber einem Käufer gemäß den Vergaberichtlinien besteht also nicht in einem günstigeren oder zum heutigen Zeitpunkt bereits festgelegten Kaufpreis. Vielmehr erhält man als Rückerwerber ein direktes Recht auf den Erwerb eines Bauplatzes, ohne sich nach den Kriterien der Vergaberichtlinien gegen andere Bewerber durchsetzen zu müssen. Zudem haben Rückerwerber die Möglichkeit, den Bauplatz unbebaut weiter zu verkaufen – während Erwerber nach den Vergaberichtlinien verpflichtet sind, das Grundstück innerhalb der Bauverpflichtung selbst zu bebauen.

Im Übrigen ist der Rückerwerbsanspruch nur ein Recht, nicht aber eine Pflicht zum Kauf des Bauplatzes. Die Gemeinde ist dadurch verpflichtet, den Berechtigten einen Bauplatz zu reservieren. Die Berechtigten sind aber nicht verpflichtet, ihren Anspruch auch geltend zu machen und den Bauplatz um jeden Preis und in jedem Fall zu kaufen. Mit dem Recht auf den Rückerwerb eines Bauplatzes können also Vorteile gegenüber den anderen Bewerbern gesichert werden, ohne sich bereits jetzt zum Kauf des Bauplatzes verpflichten zu müssen.

Bitte beachten Sie, dass es sich bei den Verkehrswerten um Netto-Baulandpreise handelt, in denen die Erschließung (Straßen, Kanäle und Wasserleitungen)  noch nicht enthalten ist. Die Erschließungskosten werden mit der Erschließung des Gebietes auf die Käufer verteilt und von diesen gezahlt. Sie hängen vom tatsächlichen Aufwand und von der künftigen Preisentwicklung für Bauleistungen ab und stehen heute noch nicht fest. Für 2016 ist man von Erschließungskosten in Höhe von ca. 50,- € bis 55,- €/m² Bauplatz ausgegangen.

Umgekehrt wirkt sich eine Steigerung der künftigen Verkehrswerte übrigens auch auf den Ankauf der Grundstücke durch die Gemeinde aus:

Der Ankauf wird ja über Optionsverträge geregelt – und wenn die Optionen gezogen werden und der Kaufpreis ausgezahlt wird, kann sich der Verkehrswert tatsächlich geändert haben. Auf den Bauerwartungslandpreis beim Abschluss der Optionsverträge und die pauschalen Kosten der Baureifmachung hat dies keine Auswirkungen. Auf die anderen Positionen der Berechnung, vor allem auf den Wertzuwachs, würde sich eine Änderung des Verkehrswertes aber doch auswirken. Hier hat sich die Gemeinde entschieden, eine eventuelle Steigerung des Verkehrswertes zugunsten der Erwerber zu berücksichtigen, eine eventuelle Senkung des Verkehrswertes hingegen nicht weiterzugeben. Sollte also der künftige Verkehrswert höher sein als der heutige, wird auch die Auszahlungssumme höher ausfallen; sollte er niedriger sein als der heutige, bleibt die vereinbarte Angebotssumme bestehen.

Beim Ankauf der Grundstücke ist der aktuelle Verkehrswert also ein verbindlicher Mindestwert als Ausgangswert für die Berechnung des Kaufpreises.

Ansprechpartnerin:

Stephanie Penka-Sterzik
Sachgebiet Bauverwaltung, Boden, Natur
Gemeinde Ammerbuch, Rathaus Entringen, Kirchstraße 6, 72119 Ammerbuch
07073 9171-7141
s.penka-sterzik(@)ammerbuch.de