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Hier gibt es interessante Informationen über die Idee der Kinderspielstadt.

Symbol Was ist eine Kinderspielstadt ?

In der näheren Umgebung (Reutlingen, Hechingen, Esslingen) werden bereits seit mehreren Jahren erfolgreich Spielstädte durchgeführt. Das daran angelehnte Spatzennest in Tübingen platzt jeden Sommer regelmäßig aus den Nähten. In Ammerbuch gibt es bislang noch nichts vergleichbares, der Bedarf an solchen Ferienprogrammen besteht aber hier genauso. Hier haben die Kinder die Möglichkeit, die Welt der Großen selbst zu erleben, indem sie die verschiedensten Berufe und Tätigkeiten ausüben, die ihnen im Alltag ständig begegnen. Je nach Alter und Interesse können die Kinder eine Woche lang z.B. Schreinerin, Bäcker, Taxifahrerin, Müllmann, Bankangestellte, Apotheker, Musikerin und vieles mehr werden, bei einem Beruf bleiben oder wechseln, sich zum Stadtrat oder gar Bürgermeister ( mit vorherigen Wahlversprechen) wählen lassen.

Auffallend an anderen Spielstädten war die besondere Ernsthaftigkeit der Kinder im Stadtleben. Sie spielten nicht TaxifahrerIn oder Bankangestellte, sie waren es. In der Schreinerei, der Schneiderei oder der Druckerei wurde nicht „gebastelt“, sondern gearbeitet. Die hergestellten Produkte und angebotenen Dienstleistungen wurden für das Zusammenleben in der Stadt tatsächlich gebraucht und mussten mit dem selbst erarbeiteten Geld wie im richtigen Leben bezahlt werden. Die Eltern bleiben beim Ablauf der Spielstadt weitgehend im Hintergrund. Sie organisieren das benötigte Material , bereiten die verschiedenen Berufe bzw. Stände vor, helfen beim Austeilen des Essens usw. Zudem können sie von den Kindern im „Elterngarten“ im Außenbereich der Spielstadt abgegeben werden und dort bei Speis und Trank aus den Wirtsbetrieben der Spielstadt auf ihre Abholung warten.

Symbol Was gibt es alles in der Kinderspielstadt?

In der Kinderspielstadt wird es 5 Hauptbereiche mit ihren eigenen Farben geben:

  Dienstleistung
  Freizeit, Kultur & Sport
  Produktion
  Versorgung
  Verwaltung

Symbol Wie kann der Tag in einer Spielstadt aussehen ?

9.30 Uhr: Öffnung der Stadt (am ersten Tag Einführung in das Stadtleben)

Die Kinder gehen zum

Arbeitsamt,

wählen sich einen Beruf aus und erhalten ihre Arbeitskarte. Mit dieser gehen die Kinder zu den ca. 40 verschiedenen

Arbeitsstellen

z.B.

Beauty Salon

Schreinerei

Post

Hier wird geschminkt
frisiert und geratscht.
Hier wird z.B. ein Taxi
für die Taxifahrer gebaut
Die Post wird vom Briefträger
in alle Winkel der Spielstadt gebracht


Frühestens nach einer Stunde kann der Beruf gewechselt werden. Pro Stunde gibt es bei der

Bank

gegen Vorlage der Arbeitskarte 6 Ammertaler, egal welche Arbeit verrichtet wurde. Übrig bleiben jedoch nur 5 Ammertaler, da das

Finanzamt

einen Ammertaler als Steuer kassiert. Die Steuern wandern in die Gemeindekasse. Über dieses Geld kann der

Stadtrat

verfügen, um zum Beispiel eine Gemeindezeitung in Auftrag zu geben oder eine Musikband beim Stadtfest zu engagieren. Der Gemeinderat wird zu Beginn der Spielstadt von allen Bürgerinnen und Bürgern gewählt.

Gegen 16.30 Uhr findet jeden Tag als Abschluss eine

Bürgerversammlung

statt. Dort wird z.B. die druckfrische Zeitung mit den Ereignissen des Tages verteilt, können die Bürger kritische Anmerkungen zum Stadtleben an den Gemeinderat richten, werden Gäste wie z.B. „echte Gemeinderäte“ empfangen usw.

Symbol Organisation der Kinderspielstadt?

Eine Gruppe von Ammerbucher Eltern hat sich zum Ziel gesetzt, die Idee der Spielstadt auch in Ammerbuch zu verwirklichen. Die Gemeinde Ammerbuch unterstützt dieses Projekt auf verschiedene Weise und nimmt die Kinderspielstadt in ihr Ferienprogramm auf.

Auch die Martin-Bonhoeffer-Häuser beteiligen sich aktiv an dem Spielstadtprojekt. Sie werden u.a. die Spendenverwaltung übernehmen (Spendenkonto: 73984000, BLZ: 641 613 97, Volksbank Ammerbuch, Stichwort „Spende Spielstadt“).

Für die verschiedenen Bereiche des Projektes (Vorbereitung, Durchführung) werden noch Helfer gesucht. Wer Interesse an der Mitarbeit hat, kann gerne Kontakt mit uns aufnehmen.

Symbol Wer und wie viele können mithelfen ?

Alle die Spaß an Kindern und dieser Idee haben. Hilfe ist an vielen Stellen nötig, sei es beim Sammeln der Materialien (Verbandszeug, Holz, Wolle, Perlen,...), beim Einrichten eines „Berufes“ (z. B. einen Stand als Krankenstation richten usw.),bei der Versorgung der Kinder und Helfer (Essensausgabe, Spülen uws.) oder auch einfach nur Tipps aus der eigenen Berufserfahrung, um die „Berufe“ der Kinder möglichst realistisch zu gestalten.

Jüngere Kinder von mithelfenden Eltern werden während der Spielstadtwoche im Sommer im spielstädtischen Kindergarten betreut (ein sehr beliebter „Beruf“ bei den Kindern), ältere Kinder können bei den Spielständen mithelfen.