Etwas abseits vom Schönbuch an der Kreisstraße von Reusten zur B28 liegt der
Hardtwald. Der Gemeinde- und Privatwald ist 114,3 ha groß und liegt auf den Gemarkungen der Ammerbucher Gemeindeteile Altingen und Reusten. Der Hardtwald wurde wegen seiner artenreichen und naturnahen Laubwaldgesellschaften als
Schonwald ausgewiesen, am Waldrand befinden sich mehrere geschützte Biotopflächen. Im Wald finden sich Eiche, Hainbuche, Esche, Bergahorn, Rotbuche, Linden und die im Laubwald heimischen und seltenen Pflanzen und Tiere.
Etliche Waldwege durchziehen den Wald, auch die Zuglinie der Ammertalbahn führt mitten hindurch. Am Rand des Hardtwalds entspringt der Rohrbach, der dann Richtung Entringen fließt.
Der Hardtwald wird gerne als Erholungsgebiet genutzt, hier kann man schöne Waldspaziergänge machen, joggen oder Rad fahren. Die Waldbesucher werden allerdings gebeten, auf den Waldwegen zu bleiben! Am Waldrand Richtung Altingen gibt es seit 1964 den Modellflugplatz, von hier aus hat man auch eine gute Aussicht ins "Gäu".
Im Frühling verwandeln sich große Teile des Hardtwald-Bodens in ein Frühlingsblütenmeer.
Alte Grenzsteine sind im Wald viele zu entdecken und in der Oberamtsbeschreibung Herrenberg aus dem Jahr 1855 ist sogar von alemannischen Grabfunden im Wald die Rede. Der Klosterhof in Bebenhausen hatte lange Jahre alle Gras- und Weiderechte "in dem Hardt", wie der Wald früher genannt wurde. Die Oberamtsbeschreibung erwähnt 1855 "an dem Hardtwald liegen zwei Seen, von denen übrigens einer am Abgehen ist".
Der sogenannte "Hintere See", eine abflusslose Mulde an der Gemarkungsgrenze zu Reusten wurde bereits 1966 zum Schutz der Sumpfvegetation und der Tierwelt unter Naturschutz gestellt.
An der Kreisstraße Richtung Reusten ist ein kleiner
Parkplatz eingerichtet. Hier ist auch eine Ruhebank an der früheren "Betteleiche" aufgestellt.
Die Aussicht von hier aus über das Ammertal Richtung Schwäbische Alb hat schon viele fasziniert. Näheres dazu bei der Beschreibung des Kleindenkmals
Betteleiche.
Schonwald Hardtwald
Gemarkung: Altingen und Reusten
Fläche: 114,3 ha
Schutzgebietsverordnung (.pdf)