Der Kochhartgraben ist zusammen mit dem Reustener Kirchberg seit 1973 als Landschaftsschutzgebiet ausgewiesen.
Der rund fünf Kilometer lange
Kochhartgraben ist ein ungefähr fünfzig Meter tiefer Geländeeinschnitt mit einem Bach, Felsen und Kalkmagerrasen; er ist eines der landschaftlich reizvollsten Täler der Umgebung und auch geologisch sehr interessant.
An den steilen, sonnigen Südhängen des Kochhartgrabens und des danebenliegenden Kirchberges findet man Trocken- und Halbtrockenrasen mit der dafür typischen Flora (Kalkaster, Goldaster, Silberdistel, Enzian).
Landschaftsschutzgebiet Kirchberg und Kochhartgraben
Gemarkung: Reusten und Rottenburg-Hailfingen
Fläche: 66,10 ha
Übersichtskarte (.pdf)
Schutzgebietsverordnung (.pdf)
Zur Infoseite des Regierungspräsidium Tübingen:
Sachdaten zum Naturschutzgebiet Kochhartgraben und Ammertalhänge

Der etwa 500 Meter lange
Kirchberg über Reusten hat seinen Namen von einer Kirche, die früher bei dem Friedhof auf der Höhe stand. Der aus dem Hauptmuschelkalk herausgetretene Kirchberg zählt zu den ältesten Siedlungsgebieten Württembergs, hier wurden Funde aus der Stein- und Bronzezeit entdeckt. Eine umfangreiche mittelalterliche Burganlage ist hier auch nachgewiesen. Ungefähr 6,5 m nordwestlich der Kirchhofmauer quert ein etwa 20 m langer, in der Mitte noch 0,5 m hoher Wall den Rücken. Vor ihm ist kein Graben, aber zwischen Wall und Kirchhoftor liegt eine flache Mulde. Demnach handelt es sich wahrscheinlich um den Außenwall eines jetzt aufgefüllten Abschnittgrabens. Der eigentliche Stirnwall der Anlage dürfte sich bereits innerhalb des Friedhofs befunden haben. Auf halber Höhe der steilen Südwestseite des Berges zog früher ein weiterer Wall entlang, der in der neueren Zeit durch den dort betriebenen Steinbruch zerstört wurde. Man erkennt noch verschiedene Wälle, über die der Weg westlich am Friedhof vorbeiführt.
Artikel des Schwäbischen Tagblatt zum Reustener Kirchberg
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