Breitenholz ist überragt vom Bergsporn mit der
Ruine Müneck. Im Grundriss des Dorfes dominiert ein auffallend gerader, etwa west-östlich verlaufender Straßenzug, der im Westen rechtwinklig auf die Verbindungsstraße zur B 28 stößt und dessen Ostende in das nach Bebenhausen führende, den Schönbuchhang hinaufziehende Sträßchen ausläuft.
Dieser Straßenzug trägt seit 1976 in seinem westlichen Teil, an der Einmündung der Walterstraße beginnend, die Bezeichnung "Raiffeisenstraße". Der östliche Teil heißt "Müneckstraße".
Hervorzuhebende alte Gebäude sind neben dem Rathaus und der Kirche das Gasthaus zum Lamm. Das "Lamm" mit seinem Krüppelwalmdach trägt einen Balkon mit Eisengeländer, von dem Teile aus dem 17. Jahrhundert stammen können. Der ungewöhnlich schöne Ausleger stammt aus dem 18. Jahrhundert.
Das Rathaus mit seinem hohen Dachreiter stammt aus dem Jahr 1563. Nach einer Renovierung 1899 folgte 1958 ein Umbau; seitdem wirkt es als recht modernes Gebäude. Die Kirche wird als Kapelle 1453 erstmals im Zusammenhang mit der Stiftung einer Frühmesse zu Ehren des heiligen Wendelin erwähnt. Das Langhaus der Kirche wurde 1964 neu gebaut. Breitenholz wird um 1296 erstmals erwähnt.
Der zur Gemarkung Breitenholz gehörende große Schönbuch-Waldanteil stammt aus der Ablösung der Schönbuchgerechtigkeiten 1827 (Gemeindewald) und aus der "Aufteilung der Staatsdomänen zu bestimmten Gemeindebezirken" um 1830 (Staatswald). Der Waldanteil reicht bis zur "Teufelsbrück" im Goldersbachtal, auch die Königsjagdhütte liegt auf der Gemarkung.

Das Gemeindewappen zeigt in Rot ein S-förmiges silbernes Wolfseisen. Es wurde der Gemeinde 1960 verliehen. Die Wappenfigur ist schon zu 1683 als Fleckenzeichen belegt und erscheint seit etwa 1820 im Gemeindestempel.
Von 1930 bis 1960 führte die Gemeinde einen schräg-links geteilten Wappenschild, das rechts das Wappen der
Herren von Müneck, links oben Früchte und links unten die württembergischen Hirschstangen zeigte.
Das Wappen war 11 Jahre lang bis zur Gründung von
Ammerbuch im Jahr 1971 gültig.
Breitenholz, das kleinste Ammerbucher Dorf, ist das "Weindorf". Immer am letzten August-Wochenende laden Weinbauern zum Weinfest im Weinberg.
Übersicht über die Entwicklung der Einwohnerzahlen:
Jahr Einwohnerzahl |
1855 522 |
1900 450 |
1950 520 |
1971 473 |
2000 697 |
2011 739 |
Link zu den aktuellen Einwohnerzahlen
Kontakt: Bürgerbüro / Ortsverwaltung
Ortschaftsrat