Nach Mitteilung des baden-württembergischen Staatsarchivs wurde Altingen im Jahr 1182 erstmals schriftlich erwähnt. Um 1330 stand das Dorf zur Hälfte unter österreichischer, zur Hälfte unter württembergischer Herrschaft. Nach der Reformation wurde nur der württembergische Teil evangelisch, so dass die Häuser, die auf österreichischem Boden standen, katholisch blieben.
Der Rundgang durch Altingen beginnt am Rathaus, Schwedenstraße 21. 1982 wurde das Gebäude nach grundlegender Renovierung zum zweiten Mal offiziell als Sitz der örtlichen Verwaltung eingeweiht. Nach seiner Erbauung im Jahr 1825 diente es bis 1967 als Rathaus. Von 1967 bis 1982 war die Verwaltung im alten Schulhaus, Pilgerstraße 2, untergebracht.
Nicht weit entfernt, zur Ortsmitte hin, steht das sogenannte "Schwedenhaus", Schwedenstraße 28, das um 1550 entstand. Es wird erstmals um 1681 als des "Alten Schultheißen Haus" erwähnt. Das dreistöckige Schwedenhaus verfügte über mehrere Wohnstuben und einen reich verzierten Fachwerkgiebel. Seinen heutigen Namen verdankt das Gebäude einem Mitglied der späteren Besitzerfamilie Haar, Jakob Haar. Dieser trug den Spitznamen "der Schwede".
Vom Schwedenhaus kommen wir durch die Zehnthofgasse zur Zehntscheuer von 1671. Die Gemeinde hat ihre Hälfte der Scheuer stufenweise zu einem Bürgerhaus mit Vereinsräumen umgebaut. Dabei wurde auch der Durchgang zur Schulstraße hin hergestellt. 1966 wurde die Grund- und Hauptschule erbaut; das alte Schulhaus, Schulstraße 12, stammt von 1879/80 und beherbergt auch heute noch zwei Klassenräume mit zwei Eingangstüren.
Am Anfang der Schulstraße, am Ortseingang von Reusten her, steht die 1860/61 erbaute evangelische Kirche.
Ein weiteres altes Schulhaus ist das Gebäude Pilgerstraße 2, das von 1967 bis 1982 als Rathaus diente und von der Gemeinde zum Ärztehaus umgebaut wurde.

Wenn wir über die Schwedenstraße zum Dorfkern zurückgehen, passieren wir zunächst die Burgstraße und gelangen dann zum Magnusweg. Beide Straßen hat die Gemeinde vor einiger Zeit ausgebaut und dorfgerecht gestaltet.
Über den Magnusweg kommen wir zur Pfarrkirche St. Magnus. Die Pfarrei ist 1275 erstmals erwähnt, der Kirchenheilige St. Magnus erst 1489. Die Kirche liegt inmitten eines burgartig ummauerten Kirchhofes, ihr mächtiger Ostchorturm weist vier Stockwerke und einen fast quadratischen Grundriss auf. Das Unterteil des Turmes einschließlich des Wehrgeschosses dürfte aus dem 12. Jahrhundert stammen.

Das der Gemeinde 1954 verliehene Wappen zeigt in Rot einen goldenen Abtsstab, beheftet mit zwei schräg gekreuzten goldenen Ähren, die Kreuzung überdeckt durch eine gestürzte silberne Pflugschar. Der Abtsstab deutet auf den früheren Besitz der Klöster Ottobeuren und Bebenhausen in Altingen hin. Die Farben Rot und Gold sind dem Wappen der Pfalzgrafen von Tübingen entnommen.
Das Wappen war 17 Jahre lang bis zur Gründung von
Ammerbuch im Jahr 1971 gültig.
Übersicht über die Entwicklung der Einwohnerzahlen:
Jahr Einwohnerzahl |
1855 806 |
1900 762 |
1950 1005 |
1971 1401 |
2000 2444 |
2011 2530 |
Link zu den aktuellen Einwohnerzahlen
Informationen zur Ortskernsanierung Altingen
Kontakt: Bürgerbüro / Ortsverwaltung
Ortschaftsrat